Irland Roadtrip 7

Westport nach Clifden

In einem anderen Land wäre ich bei so einem Wetter wahrscheinlich total frustriert gewesen, denn der heutige Tag bestand überwiegend aus Wolken, Nebel und Wind. Doch der Charme der grünen Insel ist trotz allem ungebrochen. Deswegen setzte ich meinen Roadtrip nach Westen auch gut gelaunt und motiviert fort. Die heutige Etappe führt von Westport nach Clifden durch den Connemara National Park und vorbei an beeindruckenden Landschaften. Es sind etwa 150 km zu fahren, was mit einigen Schafen auf der Straße an die drei Stunden dauern wird.

Doolough Valley (N53°39’57” W9°46’53”)

Schafe im Doolough Vally
Doolough Valley

Das Dooloug Valley liegt im Connemara National Park und gehört mit zu dem Schönsten, was ich in Irland gesehe habe. Das sage ich, obwohl ich dank Wolken und Nebel nicht wirklich viel davon gesehen habe. Die meisten Sehenswürdigkeiten im Nationalpark sind sehr gut besucht, aber im Dooloug Valley war ich die meiste Zeit alleine. Während ich den See und die Berghänge fotografiert habe, grasten die Schafe um mich herum gemütlich auf der Fahrbahn. Die wenigen Autos, die vorbei kamen, konnten sie auch nicht dazu bewegen, die Straße zu verlassen. Allein das war die Fahrt in das Valley schon wert.

Omey Island (N53°32’20” W10°08’40”)

Mein Highlight an diesem Tag war aber die Fahrt nach Omey Island. Das ist eine Insel vor der Küste mit einem kleinen See und einem schönen Strand. Das Besondere ist, dass man bei Ebbe über den Strand zur Insel fahren kann. Als ich das erste Mal davon gelesen habe, war klar, sollte ich mal nach Irland kommen, muss ich da hin. Die Möglichkeit durch das Meer zu fahren, kann ich mir nicht entgehen lassen.

 

Das bedarf einiger Vorbereitung, ich habe mir extra eine App heruntergeladen, um zu wissen, wann Ebbe sein wird. Allen, die wie ich nicht so vertraut mit dem Meer sind, würde ich das auch empfehlen. Vielleicht fällt es den Küstenbewohnern leichter, aber für mich ist das immer ein Rätsel mit den Gezeiten.

 

Die Überfahrt selbst ist wirklich spektakulär, definitiv ein Grund, ein Mietauto zu nehmen, glaubt mir, das wollt ihr eurem eigenen Auto nicht antun. Fährt man langsam durch die Vertiefungen und Schlaglöcher schaukelt das Auto schon wild hin und her, sobald man über Schrittgeschwindigkeit hinaus kommt, spritzen Sand und Wasser teilweise höher als das Fahrzeug. Eindeutig ein Erlebnis, an das man noch lange denken wird.

Sky Road (N53°30’02” W10°05’48”)

Die Sky Road ist eine Panoramastraße über die man von Omey Island nach Clifden fahren kann. Die Straße soll spektakuläre Ausblicke auf die Küste bieten, was ich leider nicht beurteilen kann, da ich außer Wolken nichts sehen konnte. Nichts desto trotz empfehle ich sie hier, da ich viel Gutes darüber gehört habe. Vielleicht kommt ja ein Leser mal bei besserem Wetter vorbei und hat Lust, mir davon zu berichten oder auch ein Foto für diesen Eintrag hier zu schicken.

Clifden Castle (N53°29’30” W10°05’48”)

Ruine von Clifden Castle
Clifden Castle

Das Clifden Castle ist eine Burgruine vor der Stadt Clifden und liegt an der Sky Road. Ich habe zwei Anläufe gebraucht, um es zu finden. Am besten fährt man von der Sky Road aus zu den oben stehenden Koordinaten und parkt dann vor dem nachgebauten Steintor. Von dort aus führt ein Fußweg hinunter Richtung Küste zum Castle.

 

Der Weg zieht sich etwas aber, nach fünfzehn bis zwanzig Minuten erreicht man die meist verlassene Ruine und kann sie auf eigene Faust erkunden.

Übernachtung in Clifden:

Geschlafen habe ich in diesem B&B:

 

Racecourse Lodge B&B*

 

Es liegt etwas außerhalb der Stadt im Grünen und ist wirklich sehr zu empfehlen, eines der schönsten Zimmer, das ich in Irland hatte. Dank gutem WLAN hab ich das schlechte Wetter genutzt und eine Netflix Serie angeschaut.