Prag

Im Winter

Ich war skeptisch, ob sich Prag Anfang März wirklich lohnt. Deswegen habe ich einige andere Blogger gefragt, von denen ich wusste, dass sie im Winter bereits dort waren. Die einhellige Meinung war, Prag lohnt sich immer. Nachdem ich in der kältesten Woche des Winters dort war und die Temperaturen nie über -12°C mit eiskaltem Wind hinausgingen, kann ich sagen, ja Prag lohnt sich immer, auch wenn man als Fotograf bei solchen Bedingungen schon leidensfähig sein muss.

 

Ich habe nicht alles angeschaut, was ich mir vorgenommen habe, länger wie zwei bis drei Stunden kann man bei solchen Temperaturen nicht draußen bleiben.

Der Hügel Petřín

Prag von oben fotografiert vom Aussichtsturm auf dem Petrin
Prag von oben

Alle wollen in Prag auf die Prager Burg, die habe ich gar nicht besucht, dafür war es mir zu kalt, stattdessen kenne ich den besten Fotospot, um die Burg zu fotografieren. Das ist der Hügel Petrin gegenüber der Burg. Es gibt dort einen Aussichtsturm, der ein wenig an den Eiffelturm erinnert. Für 150 Kronen kann man auf die Aussichtsplattform gehen, für 60 Kronen mehr sogar mit dem Aufzug fahren, der war aber bei mir defekt und was ich so gehört habe, ist das öfter der Fall.

 

Erklimmt man also zu Fuss die 299 Stufen, wird man mit einem spektakulären Rundumblick über die Prager Burg, die Altstadt und Teile der Neustadt verwöhnt.

Karlsbrücke

Der Sonnenaufgang an der Karlsbrücke
Kurz vor Sonnenaufgang

Die Karlsbrücke ist die Sehenswürdigkeit in Prag schlechthin. Tausende Touristen überqueren sie jeden Tag,  in meinem Video ist der Betrieb am Nachmittag gut zu sehen. Zu normalen Zeiten ist es also fast unmöglich, sich die Brücke anzuschauen, da alles voller Besucher ist. Ich habe gleich zwei Tipps zur Karlsbrücke, zum einen wären da die Türme, die für ein paar Kronen besichtigt werden können und von denen aus man eine gute Sicht auf die Brücke hat.

 

Der zweite Tipp ist, sehr sehr früh Aufstehen, das ist das, was ich gemacht habe. Ist man vor Sonnenaufgang dort, ist es ganz ruhig in der Stadt und auch auf der Brücke. Ich habe nur eine Hand voll Fotografen und die Stadtreinigung getroffen, die mit mir zusammen gefroren haben. Das Ergebnis ist dieses Bild und dafür hat es sich auf jeden Fall gelohnt.

Fernsehturm

Der Prager Fernsehturm im Stadtteil Zizkov
Der Fernsehturm

Der Fernsehturm im Stadtteil Zizkov ist mit 260 Metern das höchste Bauwerk der Stadt. Die oberste Etage liegt auf etwa 220 Meter, ist für den Besucher aber leider nicht zu erreichen. Der kann für 230 Kronen mit dem Aufzug auf die Panoramaplattform in 95 Meter Höhe fahren und von dort aus den Rundumblick über die Stadt genießen.

 

Die Aussicht ist ganz gut, aber bei Weitem nicht so gut wie der Blick vom Turm auf dem Petrin. Ein Vorteil vom Zizkov Turm ist jedoch, dass man im Warmen und Trockenen ist. Leider sind die Scheiben mit einer Folie beschichtet, die aufgrund der vielen Besucher nicht ganz in optimalem Zustand ist, was dazu führt, dass man eigentlich keine richtig scharfen Bilder von der Stadt machen kann.  

NaFilm Museum

Das Nationale Filmmuseum liegt ziemlich unscheinbar in einem Bürogebäude und ist über den Eingang im Innenhof zu erreichen. Es ist nicht besonders groß, aber die Studenten, die sich hier mit viel Leidenschaft um das Museum kümmern, haben den verfügbaren Platz sehr gut genutzt. Sie erklären einem auch viele Stationen, sodass man beim Besuch jede Menge lernt. Alles ist zum Anfassen, Ausprobieren und Testen gedacht und darf fotografiert und gefilmt werden. Genau mein Ding.

 

Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, es gibt so viel zu entdecken und ich habe viel Neues gelernt. Gerade für schlechtes (oder sehr kaltes) Wetter ein super Tipp.

Ausflug in die nähere Umgebung

Reist man mit dem Auto an, habe ich noch einen etwas unbekannteren Tipp in der näheren Gegend von Prag für euch. Nämlich die Velka Amerika, ein alter Steinbruch, der auch als der tschechische Gran Canyon bekannt ist. Den habe ich letztes Jahr besucht und den passenden Artikel findet ihr hier: Velka Amerika

 

Von Prag aus ist es mit dem Auto etwa eine halbe Stunde bis zur Velka Amerika und nach Karlstejn

Übernachtung: Hotel Ankora

Einzellzimmer im Hotel Ankora in Prag
Hotel Ankora

Übernachtet habe ich im Hotel Ankora, das ist etwa 20 Min vom Bahnhof entfernt und etwa 25 Min von der Karlsbrücke und bietet dabei ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Außerdem hat es eine unglaublich gute WLAN-Abdeckung, das ist bei mir immer ein Pluspunkt.

 

Hotels, die noch zentraler liegen, werden schnell sehr teuer und wie ihr in meinem Artikel über den Verkehr in Prag lesen könnt, kostet es nicht mal zwei Euro sich vom Hotel aus irgendwohin fahren zu lassen. Mehr über das Hotel gibt es hier:

 

Hotel Ankora Prag*

VLOG:

Wie immer gibt es auch ein Video zu dem Blogbeitrag, schaut es euch an und wenn es euch gefällt, freue ich mich über ein Abo bei Youtube:

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